Bewußt eingestezte gestalterische Mittel führen das rein formale Abbilden zum Inhalt oder zur Aussage eines Bildes. Die Diskussion über Kunst wird hier nicht geführt. Frei nach Boys ist alles Kunst und jeder ein Künstler. Wie dem auch sei, wenden wir uns dem Gestalterischen Mitteln zu.
Das richtige Format ist bis auf die Kameras mit Quadratischem Format (z.B. 6x6) die erste Endscheidung die es zu treffen gilt. Hochformat oder Querformat stehen zur Auswahl. Als Grundregel gilt: das Querformat wirkt statischer und ruhiger, das Hochformat wirkt dynamischer. Manche Motive geben das Format jedoch schon vor, wie etwa ein Turm der im Querformat nicht aufzunehmen wäre.
Der richtige Bildausschnitt wird entweder vom Aufnahmestandpunkt bestimmt oder aber von der gewählten Brennweite, sofern diese wählbar ist. Generell sollte man darauf auchten das das gewählte Motiv das Format gut ausfüllt und nicht zuviele unwichtige Details das Bild "verwaschen". Es ist also hifreich für spezielle Aufnahmsituation ein passendes Objektiv zu haben. Wer gern Architektur fotografiert kommt an einem Weitwinkel zwischen 20mm und 35mm bei Kleinbildkameras nicht vorbei. Wär lieber Tieraufnahmen macht benötigt eher Teleobjektive im Bereich von 135mm bis 500mm bei Kleinbild. Wer gerne Nahaufnahme macht benötigt ein Makroobjektiv mit hoher Lichtstärke. Bei Portraitaufnahme hat man die Wahl zwischen klassischen Portraitbrennweiten von 70mm bis 135mm.
Die Wahl der Brennweite ist also sehr endscheidend für das Ergebnis. Man solte immer die jewilige Situation bewerten. So kann auch ein Portrait mit eine 28mm Weitwinkel sehr Aussagekräftig wirken. Um ein Detail der Architektur zu erfassen brauche ich vieleicht auch das 200mm Tele. Kreativität bei der Wahl der Brennweite ist gefragt.
Die Perspektive spielt eine weitere wichtige Rolle. Die sogenannte Froschperspektive bei der ich aus Bodennähe fotografiere wirkt vieleicht bei spielnden Kindern besser. Als die Vogelpersektive aus dem Fenster des dritten Stockwerkes. Hierbei spilet auch die Entfernung zum Motiv eine Rolle, die Wirkung dieser extremen Perspektive nimmt mit zunehmender Entfernung ab.
Unser ästhetisches Empfinden bestimmt wie wir ein Foto sehen. Das ist sehr individuell abhängig vom Betrachter bzw. des Fotografen. Dennoch gibt es einige Grundregeln die sehr hilfreich sein können. Bilder im Querformat wirken eher langweilig wenn sie zweigeteilt sind. Also etwa der Himmel den gleichen Raum einnimmt wie die darunter liegende Landschaft. Harmonischer und mit mehr Spannung wirkt ein Bild wenn es im Verhältnis 1:2 geteilt ist. Also z.B. der Himmel zwei drittel des Bildes und die Landschaft ein drittel des Bildes weidergibt oder umgekehrt. Diese Regel kann man sowohl horizontal als auch vertikal gelten lassen und auch beides kombinieren. Mann nennt es auch den "Goldenen Schnitt" wenn sich die kleine Fläche zur großen Fläche genauso verhält wie die große Fläche zur gesammten Fläche des Bildes. Dies Aufteilung findet in de klassischen Malerei oft Anwendung.
Die dritte Dimension (Die Räumlichkeit) fehlt bei einem normalen Bild. Da ein herkömmliches Foto ja nur zweidimensonal ist spielt die Wahl des Vorder- und Hintergrundes auch eine wichtige Rolle. Sind kleine Zweige, eine Mauer oder Felsen im Vordergrund um das eigentliche Motiv wirk ein Bild meist weniger langweilig. Dabei muss der Fordergrund nicht immer Scharf sein. Auch der Hintergrund sollte nicht zu aufdringlich sein und darf durchaus auch unscharf sein. Durch die bewusste einbeziehung von Vorder- und Hintergund schaffe ich also ein räumliche Staffelung, die das ja eigentlich flache Bild sonst nicht hat.
Mit Frabe kann ganz anders gestaltet werden als mit Schwarzweiß. Linien, Kontraste und Grautöne bestimmen ein Schwarzweiß-Foto. Ein Farbfoto lebt von der Farbe. Es wirk oft harmonischer wenn es nicht zu bunt ist, das heist die Zahl unterschiedlicher Farbe sollte nicht zu hoch sein. Mit grossen farbigen Flächen (wie dem blauen Himmel oder einer zweifarbigen Fassade) glieder ein Bild sehr gut. Kontrastreiche Farben bringen Spannung ins Bild. Gebrochene Farben oder Komplementärfarben lassen ein Bild harmonischer erscheinen.
Die Lichführung ist ein weiteres wichtiges Gestaltungsmittel. So verändert sich das Rageslicht nicht nur in seiner Farbe sondern auch in seinem Einfalswinkel. Es Kann zwischen drei grundarten unterschieden werden. Vorderlicht, Seitenlicht und Gegenlicht. Mit der Sonne im Rücken bekomme ich das Vorderlicht auf Motiv. Vordelicht bewirkt ein gleichmässige ausleuchtung, das kann gewünscht sein, wirk aber nicht selten langweilig. Reines Seitelicht wirkt sehr plastisch. Es kann aber zu ungewollten Schatten führen. Oft wird man also einen Kompromis suchen zwischen Vorder- und Seitenlicht suchen. Gegenlicht erzeugt die meist die größte Spannung oder Simmung im Bild. Es wirkt meist sehr plastisch. Es ist aber nicht leicht zu handhaben. Bei gegnlicht entstehen oft ungewollte Lichtreflexe im Objektiv die man zu vermeiden wünscht.
Die Gestaltung eines Bildes kann sich aber auch allen Regeln entziehe und dennoch zu einem Tollen Foto werden. Es gibt auch die Fotografen die einfach die Kamera ans Auge reissen und abdrücken, fei dem Motto: Das Bildwerden entzieht siche jeder rationalen Erklärung. Jeder wird also für sich einen weg finden um "seine" Bilder zu schiessen. Sei es aus der "Hüfte geschossen" oder pinibel Komponiert. Das wichigste an dem Hobby des Fotografieren ist doch, das es Spaß macht und dem Fotografen die Bilder gefallen. Erst wenn mit dem Bild auch Geld verdient werden soll spielt der persöhnliche Geschmack nicht immer eine endscheidende Rolle.